2013 


Und los geht's!
 
Wie schon geschrieben, steht dieses Jahr das lang ersehnte H-Kennzeichen an.
 
Das Gutachten fiel am 17.06.2013 mit Bestnote aus, na wie denn sonst..., 
und am 21.06.2013 hieß es "Alled juude mein alter Bursche, zu deinem 30. Geburtstag!"
 
Ich hatte wirklich noch mit etwas Gegenwind in letzter Minute gerechnet, man rechnet
ja aus Erfahrung mit den dümmsten Einfällen der werten Mitmenschen.
Aber was noch nicht ist, kann ja noch kommen .....
 
Schorschi wurde umgemeldet, die LED Blinker musste ich leider wieder abbauen
(da nicht zeitgenössig) aber sonst bekam er in allen Disziplinen seinen wohl verdienten Applaus.
 
Bevor es in dem Thema weiter geht, möchte ich jedoch noch mal kurz ausschweifen.
Letztes Jahr (2012) hatte ich ihn bei einem Getriebespezialisten, da sich von uns keiner auskennt, man bei anderen gebrauchten Getrieben nie weiß was einen erwartet, und man bei einer darauf spezialisierten Werkstatt davon ausgehen sollen können könnte, dass man danach ein Getriebe zurück bekommt, bei dem man erst mal die nächsten x-Jahre erst mal wieder seine Ruhe hat und sorgenfrei durch die Prärie fahren kann.
Dass dies - wie kenne ich es nicht anders - ein mittelgroßer Albtraum werden sollte, hätte ich ganz gerne vorher gewusst und mir beim bekanntesten Teile-Lieferanten ein überholtes AT Getriebe geholt, und noch ne Stange Geld dabei gespart.
Aber bitte. Es hat wohl mal wieder so sollen sein.
Hatte also die Gegend nun endlich nach Werkstätten abgesucht, eine nicht ganz so weit entfernte Firma gefunden, per Email angefragt, ja man hat im Vorjahr erst ein solches Getriebe überholt.
Na bestens! (dachte ich mir so)
Also hingefahren und bei der Probefahrt primär auf den rasselnden Schaltstock im 5. Gang hingewiesen, dass dies meine Hauptsorge sei. Ist es unbedenklich? Wenn nein, ist es behebbar? Weiß man nicht, aber behebbar. Dabei, wenn das Getriebe schon mal raus und offen da liegt, auch gleich die Synchronringe usw wechseln, was eben getauscht werden sollte. Nun gut, klang alles plausibel und in meinen Ohren deckte sich das auch mit meinen Gedanken.
Es wurde ein Termin vereinbart, ich brachte ihn in der früh hin (wer mich kennt, weiß welchen Tagesrhythmus ich habe..) und dann guter Dinge wieder von dannen gezogen.
Ich hätte vorher nach den preisen fragen sollen (s.o., hinterher ist man immer schlauer)
Es kam der Anruf, ich noch im Halbschlaf, erst etwas um mit 3000 Euro verstanden? Ähhh.. was....?! Langsam klärte sich dann aber der Schlafdunst und man war bei Ausbau und zerlegen = 500 Euro (+Steuer) und die Reparatur erwarten mich etwa 1875 Euro (+ Steuer). AUTSCH!
Hätte ich mal hier besser schon die Bremse gezogen, ein AT bestellt. Aber mir schwirrte nun im Kopf, wie bekommste ihn da weg, wie die Teile,.... oh man.
Also gut, das bekomme ich auch noch irgendwie hin.
(Hatte ja noch an anderen Sachen zu knabbern, und da fragt auch keiner wie es geht. Und der Fiskus fällt dir noch in den Rücken und hält nur die Hand auf, aber drückt sich, wie ich nun 2013 feststellen muss, auch wo es nur geht. Armes Deutschland! Aber das ist ein anderes Thema)
Es kam dann irgendwann dann mal der ersehnte Anruf. Hin und bezahlt und abgeholt.
Ich sollte nicht lange Freude damit haben. (es gibt in einem meiner Youtube Kanäle Videos, in denen ihr hören könnt, welche Probleme mich ab so dann verfolgten) Der 2. Gang lies sich nur im Standgas synchronisieren, hörte sich fast an wie von einem LKW, bei dem das Getriebe unter Last jault, also ein Zurückschalten, auch in der Stadt, in den 2. Gang war nicht ohne Krachen möglich. Der 5. Gang schepperte nach 2 tagen wieder wie zuvor, der 4. Gang machte immer wieder Kratzmucken. Dafür habe ich keine 2200 Euro bezahlt!
Also wieder hin. In Herrgott's Früh! Erst mal Termin gemacht, dann konnte man eh nichts machen, keine Zeit für Probefahrt, dann war der Meister krank, mir Bescheid zu sagen zu viel verlangt, dafür mache ich einen Termin? Dann wieder hin, dort gelassen. Man hat aber nichts feststellen können und mal ein anderes Öl probiert (muss im Moment auch überlegen wie das genau war, ziemliches Chaos gewesen) Aber das hatte auch nicht geholfen. Man wollte nun wieder was anderes probieren. Also gleiches Thema wieder, früh hin wegen ... fast nichts. Nicht, dass ich bis nachts arbeiten würde. Wenn es dann für ein Ergebnis in Relation steht, soll es so sein. Aber nicht, wenn ich dann mit wenigen Stunden Schlaf den ganzen Tag da hänge und meine Augenränder pflege.
Wieder geholt, wieder unverändert. Dann endlich war man bereit, noch mal mit mir zu fahren. Jaaaa ... erwischt. Wenn man im beruhigten Bereich immer auf die Kreuzung zu rollt, den Motor ins Standgas fallen lässt, schaltet das Getriebe auch ohne Synchronisation. Bin ich bedeppert?! Nun Schalte mal wie es sich gehört! Und siehe da, es krachte, dass man das sicher noch in Mannheim hörte. Nun erst war man davon überzeugt. Danke Anke.
Und das Schaltstockrasseln, dafür wäre man nicht zuständig. --- Nun war es kurz vor Zwölf und der Kragen drohte mit einem Urknallimitat zu platzen. Naja, man lernt das bei Evolutionsbefreiter Kundschaft, Lächeln.
"Moooment! Ich war wegen dem rasseln ursprünglich da, es sollte dann noch die Synch erneuert werden. Was haben wir jetzt?!"
Wieder Termin ausgemacht. 
Ich kam dann ein paar Tage später mal hin, lag das Getriebe gerade offen im Zusammenbau auf der Werkbank. Man zeigte mir einen defekten Synchronring. Man tauschte darauf hin glaube vom 1. zum 2. Gang, ersetzte den Ring vom 4. Gang (soweit ich mich erinnere) Danach lief das Getriebe auch recht zahm. Ab und zu muckte der 4. Gang noch etwas, aber wir waren darüber eingekommen, dass man damit wohl leben könne. Wöre ja Garantie drauf, käme ich halt wieder.
SO WAR ES DANN!
Am 1. Mai 2013 rief die große Rundfahrt durch halb Hessen.
Der Weg zur Arbeit sind grob 50km, da wird der grade warm, bis ich ihn schon wieder abstelle.
Aber hier liefen glaube über 700km durch die Uhr? Ich habe es nicht notiert. Am Abend habe ich mich aber gefühlt, wie wenn ich nach Bremen hin und zurück gefahren wäre ;-)
Ein Zusammenschnitt habe ich in Youtube eingestellt. Der 4. Gang lies sich überhaupt nicht mehr ohne Kratzen schalten. Die Grüße vom Getriebe waren wenig freundlicher Natur.
Vom 3. in den 4. Gang, vom 5. in den 4. Gang erst bei Motordrehzahl unter ca. 1700 UPM konnte man mit Glück halbwegs, und vor allem dann schnell, den Gang einlegen.
So. Richtig. Ich suchte die Firma wieder auf. 
Palaber Palaber, Termin ausgemacht, wie es für uns alle passte. Nach Pfingsten.
Am 21.06. war H-Kennzeichen angesagt, bis dahin sollte der Bursche 1a Top sein.
Also erst zu denen, Getriebe machen lassen. Dann Aufbereiter, dann meine Werke für den letzten Schliff und die H-Abnahme und Ummeldung.
So sollte es (welch Hohn, wie schon fast vorhersagbar) nicht funktionieren.
Ich stand wie vereinbart auf der Matte ... Meister krank. Oh musste ich in mich halten ... Naja gut, man wollte sich dann bei mir melden, wenn der Meister wieder verfügbar wäre.
Auf gut Glück suchte ich die Getriebe-Werke nun (heute ist der 22.06.2013) letzte Woche auf, ach er ist ab Montag wieder da? gut, bringe ich ihn um ... (schiete so früh aufstehen..) gegen 9 uhr vorbei. Muss mich aber jemand heimfahren.
(ja was meinen die denn, laufen? Taxi schon wieder?!)
---------------- warten wir ab, was die nächste Woche bringen wird. Werde aber vorher anrufen, ob das auch wirklich hinhaut... -------------------------------
 
 
 



    H - KENNZEICHEN !!!!!!!!!!!

 

 

 
Der Bub ist nun offizieller Rentner!


     



 2015 

 

In den vergangenen 1 1/2 Jahren ist eigentlich nicht viel passiert. Jedenfalls nichts Nennenswertes.

Dafür im Jahr 2015 um so mehr ... Murphy lacht jetzt noch darüber. Danke, Anke. F.D.!

Im Mai fängt der Bursche an zu humpeln. Nach dem Start läuft er erst mal nur auf 5 Zylindern.
Stecker gezogen, Zylinder 1 ist taub. Also Kerze nass und getrocknet, schien Öl zu sein, Kiste läuft.
Den Burschen wieder in die Garage. Am nächsten Tag das gleiche Spiel. Später los gefahren, brauchte
etwa 1km bis er dann auf allen 6 Zylindern lief. Naja, im Sommer kann man da ja mal schauen. Läuft ja.
 
TÜV Im Juni ... nicht fragen! Aber dann doch noch die AU bestanden.
 
Der Sache dann doch auf den Grund gegangen. Motor aus und Kerze rausgedreht, dampfte es leicht
heraus und das kondensierte am Zündkerzenloch. Geschmackstest, süßlich = Kühlwasser. Jackpot.

Und im Juli in die Werkstatt.
Köpfe abgebaut ... anfangs war nichts zu erkennen ... doch dann, man musste es im rechten Licht sehen,
ein Riss zwischen Ein- / Auslaßventil am 1. Zylinder.  Jackpot.

Gelbe markiert, der Riss.
 
 
 

Also auf die große Suche begeben. Im großmundigen Ford- Forum hatte sich niemand dazu herabgelassen
einen abzugeben (von mir gibt es jetzt auch nichts mehr!) in andere Quellen war auch nichts zu haben - 
so musste die bekannte 'Bucht' dafür herhalten. Für teuer Geld einen an Land gezogen, und mal schön auf
die Kante gefallen.

Das Einlaßventil saß schräg drin - musste also
erst zerlegt und aufgearbeitet werden, was uns
zum Glück gelang.
 
 
 

 
Und da man nur einmal im Leben wirklich Glück hat, der nächste Murph-fail.
 
 
Der linke Zylinderkopf erklärte uns, warum ich eine lange Zeit lang am mittleren Zylinder immer nachstellen
musste. Das ging so lange, bis ich auf das 2-Takt-Öl als "Bleiersatz" kam und das verwendete. 
(beim V6 funktioniert das einwandfrei, einfach 1% teilsynthetische 2tÖ mit in den Tank kippen!) Seit ich das einsetzte,
musste ich nur alle etwa 2 Jahre ein µ nachstellen.

 
So sollte es normal aussehen:
 
Ventilsitz, tiefergelegt:
 
Gemessenschätzt:
 
und zu heiß geworden:

Also noch einen ZK kaufen... 
Gleicher Ort, nächster Griff ins Klo.
Angeboten als Zylinderköpfe im Doppelpack, einer davon mit Riss - einer intakt.
Schön wäre es gewesen. Wie sich herausstellte, beide mit Riss.
Keine Einigung möglich, immer wieder enttäuschend was sich in der Ford Szene herumtrollt.
 
 
 
So blieb doch nur noch der Gang zum Motorenbauer.
 
Aber was da zurück kam ... purer Sex für V6!

Neue Sitzringe im Auslaß --- Bleifrei!
 
Fläche geplant ... genial!
 
 
 
Alles zusammengebaut ...

 

Und läuft...

Leider humpelt er beim Kaltstart noch immer auf 5 Zylindern, der 6. Zylinder jetzt ...
Das bekommen wir aber auch noch hin.
Kompression ist okay, Kerze schon getauscht und ist trocken, Kabel und Verteilerkappe und -finger neu, 
... etwas ratlos.
 
 
Später haben wir es, etwas pervers zugegeben, mit gutem Kühlerdicht probiert. Das hat wohl geholfen.
Dann meldete sich ein Pleuellager - oh wie erinnert mich das an die 2,8si Kampfsau, welche den Lebenswillen
verloren hatte, nur zu sehr daran. Aber noch bekommt man die originalen Lagerschalen, da Ford - wie viele
andere Hersteller auch - nur ins Regal greift und bereits vorhandene Komponenten auch weiterhin verbaut.
Es sollte nun für die kommende Zeit an "Zwischenfälle" genügen.
 
 
 


Mittlerweile erwarte ich schon, daß etwas schief läuft.
Der Motor sprang nach dem Zusammenbau wunderbar an, also musste noch etwas folgen.
 
Und so war es.
 
Wir machen die erste kleine Probefahrt ... und fahren aus einem Kreisverkehr aus, *knack*
Tieferlegen hatte ich anders in Erinnerung. Einseitig jedenfalls ist unlustich.
 
GRUND:

  
Dank eines guten Bekannten, der noch Blattfedern hatte, war der "Schaden" relativ schnell behoben.
Man stelle sich den Knacks auf der BAB bei ... ? 160 km/h ? vor ...  Tja, und so muss ich wieder
einmal Hoffnungen zerstören. Noch nicht!